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Die richtige Temperatur zum Baby baden: So prüfst du es sicher

Wie warm muss das Badewasser fürs Baby sein? 36-37 Grad sind ideal. Hier erfährst du wie du die Temperatur sicher prüfst – mit und ohne Thermometer.

Glückliches Baby planscht im warmen Badewasser

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Die Wassertemperatur beim Baby baden – kaum ein Thema verunsichert frischgebackene Eltern so sehr. Und weißt du was? Das ist völlig verständlich. Denn Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren wie wir Erwachsenen. Schon wenige Grad Unterschied können darüber entscheiden, ob dein Baby das Bad genießt oder in Tränen ausbricht.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du alles, was du über die richtige Badetemperatur wissen musst – von der idealen Gradzahl über zuverlässige Messmethoden bis hin zu saisonalen Anpassungen und Warnsignalen. So wird jedes Bad für dein Baby zu einem sicheren und entspannten Erlebnis.

Auf einen Blick: Die ideale Badetemperatur für Babys liegt bei 36-37 °C. Die Raumtemperatur sollte 22-24 °C betragen. Ein zuverlässiges Badethermometer ist die sicherste Methode zur Temperaturkontrolle.


Warum die richtige Temperatur so wichtig ist

Bevor wir ins Detail gehen, lass uns kurz verstehen, warum das Thema Temperatur bei Babys so entscheidend ist.

Die Thermoregulation – also die Fähigkeit des Körpers, die eigene Temperatur zu regulieren – ist bei Neugeborenen noch unreif. Das liegt an mehreren Faktoren:

  • Größeres Verhältnis von Körperoberfläche zu Gewicht: Dein Baby hat im Verhältnis zu seinem Körpergewicht eine viel größere Hautoberfläche als du. Das bedeutet, es verliert Wärme schneller.
  • Dünne Unterhautfettschicht: In den ersten Lebensmonaten fehlt die isolierende Fettschicht, die Erwachsene vor Auskühlung schützt.
  • Unreifes Nervensystem: Das System, das bei Erwachsenen automatisch durch Zittern Wärme produziert, funktioniert bei Babys noch nicht zuverlässig.
  • Empfindlichere Haut: Babyhaut ist bis zu fünfmal dünner als Erwachsenenhaut und reagiert deutlich stärker auf Temperaturreize.

Kinderarzt Dr. med. Herbert Renz-Polster beschreibt es treffend: Babys sind in den ersten Monaten wie kleine Wärmeabstrahler – sie geben Wärme viel schneller ab, als sie produzieren können.

Wichtig: Verbrühungen bei Babys passieren bereits bei Wassertemperaturen, die sich für Erwachsene noch angenehm anfühlen. Babyhaut verbrennt bei 48 °C in nur wenigen Sekunden – Erwachsenenhaut hält diese Temperatur deutlich länger aus.


Die ideale Badetemperatur: 36-37 Grad Celsius

Kinderärzte, Hebammen und die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin sind sich einig: Die optimale Wassertemperatur für dein Baby liegt zwischen 36 und 37 Grad Celsius. Das entspricht in etwa der Körpertemperatur deines Babys und fühlt sich für die Kleinen angenehm warm an – wie eine sanfte Umarmung, die an die Geborgenheit im Mutterleib erinnert.

Warum genau dieser Bereich?

  • Unter 36 Grad: Dein Baby kühlt zu schnell aus. Neugeborene verlieren Wärme besonders über den Kopf und die Extremitäten. Ein zu kühles Bad kann Unbehagen auslösen, das Baby zum Weinen bringen und im schlimmsten Fall zu einer Unterkühlung führen.
  • 36-37 Grad – der Wohlfühlbereich: In diesem Temperaturbereich entspannen sich die meisten Babys. Die Muskeln lockern sich, und viele Babys genießen das warme Wasser sichtlich.
  • 37-38 Grad: Noch akzeptabel, aber schon an der oberen Grenze. Manche Babys empfinden diese Temperatur als zu warm und werden unruhig.
  • Über 38 Grad: Zu heißes Wasser ist gefährlich. Babyhaut ist extrem empfindlich und kann sich bei Temperaturen verbrühen, die für uns Erwachsene noch angenehm wären. Außerdem belastet zu warmes Wasser den Kreislauf deines Babys.

Tipp: Starte beim Einlassen am besten bei 37 Grad, denn das Wasser kühlt bis zum Baden ohnehin etwas ab. So landest du genau im idealen Bereich, wenn dein Baby ins Wasser kommt.

Wenn du mehr über den gesamten Badeablauf wissen möchtest, schau dir unsere ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Baby baden an.


So prüfst du die Temperatur richtig

Methode 1: Das Badethermometer (unsere klare Empfehlung)

Ein Badethermometer ist die sicherste und genaueste Methode, um die Wassertemperatur zu messen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Ausführungen – als niedliche Badeente, als Fisch, als schlichtes Digitalthermometer oder sogar als smarte Variante mit App-Anbindung.

Worauf du beim Kauf achten solltest:

  • Gut ablesbare Anzeige – auch mit einer Hand und bei schlechtem Licht
  • Schnelle Messung – idealerweise in wenigen Sekunden
  • BPA-frei und schadstofffrei – dein Baby wird es garantiert in den Mund nehmen
  • Warnfunktion bei zu heißem Wasser – besonders praktisch bei digitalen Modellen
  • Robustes Material – es wird fallen gelassen, das ist sicher
  • Schwimmfähig – so bleibt es während des Badens im Wasser und misst kontinuierlich

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So verwendest du das Badethermometer richtig:

  1. Lass zuerst das Wasser ein (immer zuerst kaltes, dann warmes Wasser)
  2. Rühre das Wasser gut um, damit keine heißen oder kalten Stellen entstehen
  3. Halte das Thermometer ins Wasser und warte, bis der Wert stabil ist
  4. Erst wenn die Temperatur im Bereich von 36-37 °C liegt, darf dein Baby ins Wasser
  5. Lass das Thermometer während des Badens im Wasser – so bemerkst du sofort, wenn die Temperatur sinkt

Tipp: Lass das Thermometer immer im Wasser schwimmen, während dein Baby badet. So bemerkst du sofort, wenn die Temperatur unter 36 Grad fällt – was nach 5-10 Minuten ganz normal passiert. Das ist dann auch ein gutes Zeichen, das Bad langsam zu beenden.

Methode 2: Der Ellbogen-Test

Der Ellbogen-Test ist die bewährteste Methode ohne Thermometer und wird seit Generationen von Hebammen empfohlen. Warum gerade der Ellbogen? Die Haut an der Innenseite deines Ellbogens ist besonders dünn und empfindlich – ähnlich wie Babyhaut. Sie gibt dir ein viel besseres Gefühl für die tatsächliche Temperatur als beispielsweise die Hand.

So gehst du vor:

  1. Tauche deinen Ellbogen ins Wasser
  2. Halte ihn für einige Sekunden ruhig
  3. Das Wasser sollte sich angenehm warm anfühlen – nicht heiß, nicht kühl
  4. Wenn du auch nur leicht zusammenzuckst oder es unangenehm warm findest, ist das Wasser zu heiß

Wichtig: Der Ellbogen-Test ist eine gute Ergänzung, aber kein vollwertiger Ersatz für ein Thermometer. Gerade in den ersten Lebenswochen empfehlen wir dir dringend, immer zusätzlich ein Thermometer zu verwenden. Das Empfinden an deinem Ellbogen kann je nach eigener Körpertemperatur, Durchblutung und Tagesform variieren.

Methode 3: Das Handgelenk

Ähnlich wie beim Ellbogen kannst du auch die Innenseite deines Handgelenks nutzen. Halte es kurz ins Wasser – es sollte sich warm, aber nicht heiß anfühlen. Diese Methode ist weniger zuverlässig als der Ellbogen-Test, kann aber als schnelle zusätzliche Überprüfung dienen.


Temperatur nach Jahreszeit anpassen

Was viele Eltern nicht wissen: Die Jahreszeit und die Außentemperaturen können einen Einfluss darauf haben, wie dein Baby die Badetemperatur empfindet. Hier sind unsere Empfehlungen:

Frühling und Herbst (Übergangszeit)

In den Übergangsmonaten schwanken die Raumtemperaturen oft. Achte besonders darauf, dass das Badezimmer vorgeheizt ist, bevor du dein Baby badest. Die Wassertemperatur bleibt bei den klassischen 36-37 Grad.

Tipp: Lege das Handtuch und die frische Kleidung auf die Heizung, damit sie schön warm sind, wenn dein Baby aus dem Wasser kommt. So wird der Übergang vom warmen Bad zur Luft weniger unangenehm.

Sommer (heiße Tage)

An besonders heißen Sommertagen kannst du die Wassertemperatur minimal auf 35-36 Grad senken. Manche Babys genießen im Sommer ein etwas kühleres Bad, da es eine willkommene Erfrischung bietet. Beobachte dein Baby dabei genau:

  • Wenn es sich sichtlich entspannt und wohlfühlt → Temperatur ist gut
  • Wenn es unruhig wird oder die Lippen bläulich werden → sofort wärmer machen oder Bad beenden

Wichtig: Auch im Sommer darf die Badetemperatur niemals unter 35 Grad fallen. Babys kühlen selbst bei hohen Außentemperaturen im Wasser schnell aus.

Winter (kalte Tage)

Im Winter ist es besonders wichtig, dass der Raum gut vorgewärmt ist. Ein Heizstrahler über dem Wickelplatz kann hier wahre Wunder wirken – dein Baby friert nicht, wenn es aus dem warmen Wasser kommt und abgetrocknet wird.

Die Wassertemperatur bleibt bei 37 Grad (eher am oberen Ende des empfohlenen Bereichs). Achte darauf, dass das Badezimmer mindestens 23-24 Grad warm ist.

💡 Passende Produkte: Ein Heizstrahler fürs Badezimmer sorgt dafür, dass dein Baby beim Ausziehen, Abtrocknen und Eincremen nicht friert – besonders in der kalten Jahreszeit ein echter Gewinn.


Die Raumtemperatur optimieren

Neben der Wassertemperatur ist die Raumtemperatur ein entscheidender Faktor für ein angenehmes und sicheres Badeerlebnis. Ideal sind 22-24 Grad Celsius im Badezimmer. Aber warum ist das so wichtig?

Wenn dein Baby aus dem warmen Wasser kommt, verdunstet das Wasser auf der Haut und erzeugt dabei Verdunstungskälte. Dieser Effekt kann die gefühlte Temperatur um mehrere Grad senken. In einem kühlen Raum wird dieser Effekt noch verstärkt – und dein Baby kann sehr schnell auskühlen.

So optimierst du die Raumtemperatur:

  • Heize das Badezimmer 15-20 Minuten vor dem Baden auf die gewünschte Temperatur
  • Schließe Fenster und Türen, um Zugluft zu vermeiden – Zugluft ist der größte Feind beim Baby baden
  • Ein Heizstrahler über der Wickelkommode oder dem Badeplatz sorgt für wohlige Wärme von oben
  • Lege alles griffbereit: Handtuch, Windel, frische Kleidung, Pflegeprodukte – so muss dein Baby nicht nackt warten, während du etwas suchst
  • Ein Raumthermometer im Badezimmer hilft dir, die Temperatur im Blick zu behalten

Tipp: Viele Eltern unterschätzen den Temperaturunterschied zwischen Wohnzimmer und Badezimmer. Gerade in älteren Wohnungen kann es im Bad deutlich kühler sein. Ein kurzer Check mit dem Raumthermometer vor jedem Bad gibt dir Sicherheit.

Alles was du sonst noch an Ausstattung brauchst, findest du in unserem Ratgeber zur Badezubehör-Erstausstattung.


Warnsignale: So erkennst du, ob dein Baby friert oder überhitzt

Dein Baby kann dir noch nicht sagen, ob das Wasser zu warm oder zu kalt ist. Aber es zeigt dir durch klare Körpersignale, wie es sich fühlt. Lerne, diese Zeichen zu lesen:

Zeichen, dass dein Baby friert

  • Bläuliche Lippen oder Fingernägel – ein deutliches Warnsignal
  • Zittern oder Gänsehaut – wobei sehr junge Babys oft noch nicht zittern können
  • Kalte Extremitäten – fühle regelmäßig an Händchen und Füßchen
  • Weinen und Unruhe – dein Baby wirkt gestresst und angespannt
  • Zusammengekauerte Körperhaltung – das Baby zieht die Beine an den Körper
  • Marmorierte Haut – die Haut zeigt ein fleckiges, netzartiges Muster

Zeichen, dass dein Baby überhitzt ist

  • Gerötete Haut – besonders im Gesicht und am Oberkörper
  • Schwitzen am Nacken und Hinterkopf – der Nacken ist die beste Stelle zum Prüfen
  • Schnelle, flache Atmung – die Atemfrequenz ist erhöht
  • Unruhe und Quengeln – dein Baby wirkt unzufrieden
  • Schläfrigkeit – ungewöhnliche Müdigkeit kann ein Warnsignal sein
  • Warmer, feuchter Nacken – fühle mit dem Handrücken

Wichtig: Wenn du eines dieser Warnsignale bemerkst, reagiere sofort. Bei Unterkühlung: Baby aus dem Wasser nehmen, sofort in ein warmes Handtuch wickeln und Hautkontakt herstellen. Bei Überhitzung: Baby aus dem Wasser nehmen, an die (nicht zu kalte) Luft bringen und etwas kühles Wasser über die Arme laufen lassen.

Falls dein Baby grundsätzlich beim Baden weint oder unruhig ist, muss das nicht an der Temperatur liegen. Schau dir auch unsere Tipps für Babys, die kein Wasser mögen an – dort findest du sanfte Strategien, um dein Baby ans Wasser zu gewöhnen.


Wenn das Wasser zu schnell abkühlt

Das Badewasser kühlt nach etwa 5-10 Minuten merklich ab – je nach Raumtemperatur und Wassermenge. Das ist einer der Gründe, warum ein Babybad nicht länger als 5 bis 10 Minuten dauern sollte.

Was du beachten solltest:

  • Kein heißes Wasser nachgießen, während dein Baby in der Wanne sitzt – die Gefahr von Verbrühungen ist zu groß, selbst wenn du vorsichtig bist
  • Die richtige Wannengröße wählen: In einer zu großen Wanne kühlt das Wasser schneller ab. Eine passende Babybadewanne hält die Temperatur länger, weil sie kompakter ist
  • Badeeimer beachten: In einem Badeeimer kühlt das Wasser durch das geringere Volumen sogar noch schneller ab. Dafür fühlen sich viele Babys in der engen, aufrechten Position wohler
  • Wenn die Temperatur unter 35 Grad fällt, ist es Zeit, das Bad zu beenden

Tipp: Halte ein großes, vorgewärmtes Handtuch griffbereit, damit du dein Baby sofort nach dem Bad einwickeln kannst. Am besten eines mit Kapuze – so bleibt auch der Kopf warm. Mehr Tipps für die Zeit nach dem Bad findest du in unserem Artikel über die richtige Pflege nach dem Baden.

Lies auch unseren Artikel darüber, wie oft du dein Baby wirklich baden solltest – denn weniger ist hier oft mehr.


Die richtige Reihenfolge: Wasser einlassen wie ein Profi

Es klingt banal, aber die Reihenfolge beim Einlassen des Badewassers kann einen echten Unterschied machen:

  1. Immer zuerst kaltes Wasser einlassen – so kann dein Baby nicht in zu heißes Wasser geraten, falls es doch mal an die Wanne kommt
  2. Dann warmes Wasser dazugeben, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist
  3. Gründlich umrühren – besonders bei Wannen mit Mischbatterie können heiße Stellen entstehen
  4. Thermometer prüfen – erst wenn die Temperatur stabil bei 36-37 Grad liegt, darf dein Baby rein
  5. Nochmals umrühren, kurz bevor dein Baby ins Wasser kommt

🛁 Passende Produkte: Eine gute Babybadewanne mit integriertem Sitz oder Liegefläche macht das Baden sicherer und komfortabler – für dich und dein Baby. In unserem Vergleich findest du die besten Modelle.

Einen kompletten Überblick über den gesamten Badeablauf findest du in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung fürs erste Bad.


Die Temperatur bei Neugeborenen vs. älteren Babys

Die Empfehlung von 36-37 Grad gilt grundsätzlich für das gesamte erste Lebensjahr. Trotzdem gibt es kleine Unterschiede:

Neugeborene (0-3 Monate)

  • Halte dich strikt an 37 Grad – eher am oberen Ende des Bereichs
  • Bade nur 3-5 Minuten – kürzer ist hier besser
  • Das erste Bad sollte frühestens stattfinden, wenn der Nabelstumpf abgefallen ist
  • Verwende ausschließlich klares Wasser, keine Zusätze

Alles zum Thema, ab wann dein Baby gebadet werden darf, findest du in unserem Ratgeber Ab wann darf man ein Baby baden?.

Ältere Babys (3-12 Monate)

  • Der Bereich 36-37 Grad ist ideal
  • Badezeit kann auf 5-10 Minuten verlängert werden
  • Langsam kannst du milde Badezusätze einführen
  • Babys werden aktiver und plantschen – das kühlt das Wasser schneller ab

Kleinkinder (ab 12 Monaten)

  • Die Temperatur kann langsam auf 36-38 Grad angepasst werden
  • Badezeit bis 15 Minuten ist in Ordnung
  • Dein Kind kann beginnen, eigene Vorlieben zu äußern
  • Ein Thermometer bleibt weiterhin empfehlenswert

Wissenschaftlicher Hintergrund: Was die Forschung sagt

Die Empfehlung von 36-37 Grad basiert auf umfangreicher medizinischer Forschung. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) sowie die American Academy of Pediatrics (AAP) geben übereinstimmend diese Temperaturempfehlung.

Studien zeigen, dass bei einer Wassertemperatur von 37 °C die Kerntemperatur des Babys am stabilsten bleibt. Bei niedrigeren Temperaturen beginnt der Körper, Energie aufzuwenden, um die Temperatur zu halten – was für Neugeborene besonders anstrengend ist.

Interessant ist auch: Die Schmerzgrenze für Verbrühungen liegt bei Babyhaut bereits bei ca. 44 °C – bei Erwachsenen erst bei ca. 48 °C. Deshalb ist ein Thermometer kein Luxus, sondern eine echte Sicherheitsmaßnahme.

Tipp: Manche modernen Babybadewannen haben bereits eine integrierte Temperaturanzeige oder einen farbigen Ablaufstopfen, der die Farbe ändert, wenn das Wasser zu heiß ist. Eine clevere Zusatzfunktion, die extra Sicherheit bietet.


Checkliste: Temperatur-Sicherheit beim Baby baden

Zum Ausdrucken und Aufhängen im Badezimmer:

  • Raumtemperatur geprüft (22-24 °C)?
  • Fenster und Türen geschlossen (keine Zugluft)?
  • Kaltes Wasser zuerst eingelassen?
  • Warmes Wasser hinzugefügt und gut umgerührt?
  • Wassertemperatur mit Thermometer geprüft (36-37 °C)?
  • Handtuch und Kleidung griffbereit?
  • Thermometer bleibt während des Badens im Wasser?
  • Badezeit auf 5-10 Minuten begrenzt?
  • Kein heißes Wasser nachgießen, wenn Baby in der Wanne ist?

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Häufig gestellte Fragen

Kann ich die Wassertemperatur auch mit einem Küchenthermometer messen?

Im Notfall ja – aber ein spezielles Badethermometer ist deutlich praktischer und sicherer. Es kann im Wasser bleiben, ist wasserdicht konstruiert und hat oft eine Warnfunktion bei zu heißem Wasser. Ein gutes Badethermometer kostet nur wenige Euro und gehört zur Grundausstattung fürs Baby baden.

Mein Baby weint im Wasser – ist es zu kalt oder zu warm?

Beides ist möglich. Prüfe zuerst die Temperatur mit dem Thermometer. Wenn die Temperatur stimmt, liegt es wahrscheinlich nicht daran. Viele Babys brauchen einfach Zeit, um sich ans Baden zu gewöhnen. Es kann auch sein, dass dein Baby Hunger hat, müde ist oder sich unwohl fühlt. Schau dir unsere Tipps für Babys, die kein Wasser mögen an – dort findest du bewährte Strategien.

Darf das Wasser im Sommer etwas kühler sein?

An heißen Tagen kannst du die Temperatur minimal auf etwa 35-36 Grad senken. Achte aber darauf, dass dein Baby sich wohlfühlt und nicht zittert oder unruhig wird. Im Zweifelsfall lieber bei 36-37 Grad bleiben. Und beachte: Auch im Sommer sollte die Wassertemperatur nie unter 35 Grad fallen.

Wie messe ich die Temperatur bei einem Badeeimer?

Genau wie bei einer Babybadewanne – Thermometer ins Wasser halten und warten, bis der Wert stabil ist. Bei Badeeimern kühlt das Wasser durch das geringere Volumen sogar etwas schneller ab, daher ist regelmäßiges Kontrollieren hier besonders wichtig. Plane eine kürzere Badezeit von etwa 5-7 Minuten ein.

Ab wann kann das Badewasser wärmer sein?

Für Babys im ersten Lebensjahr solltest du immer im Bereich von 36-37 Grad bleiben. Erst bei Kleinkindern ab dem zweiten Lebensjahr kannst du die Temperatur langsam auf bis zu 38 Grad erhöhen – aber nie darüber. Auch dann ist ein Thermometer weiterhin sinnvoll.

Was mache ich, wenn ich kein Thermometer habe und mein Baby dringend gebadet werden muss?

Nutze den Ellbogen-Test: Tauche die Innenseite deines Ellbogens ins Wasser. Es sollte sich angenehm warm anfühlen – weder heiß noch kalt. Im Zweifelsfall wähle lieber eine etwas kühlere Temperatur, da zu kühles Wasser weniger gefährlich ist als zu heißes. Besorge aber so bald wie möglich ein Badethermometer – es gehört zu den wichtigsten Utensilien beim Baby baden.

Kann ein zu warmes Bad meinem Baby schaden?

Ja, definitiv. Zu warmes Wasser (über 38 °C) kann die empfindliche Babyhaut reizen oder sogar verbrühen. Außerdem belastet es den Kreislauf und kann zu Überhitzung führen. Anzeichen dafür sind gerötete Haut, Schwitzen am Nacken und Unruhe. Im schlimmsten Fall drohen bei sehr heißem Wasser Verbrühungen zweiten oder dritten Grades. Deshalb gilt: Immer messen, nie schätzen.


Fazit: Sicherheit geht vor – und ist gar nicht schwer

Die richtige Badetemperatur für dein Baby einzuhalten ist einfacher, als du vielleicht denkst. Mit einem zuverlässigen Badethermometer, einer vorgewärmten Umgebung und etwas Aufmerksamkeit schaffst du die perfekten Voraussetzungen für ein sicheres und entspanntes Bad.

Denk daran: 36-37 Grad Wassertemperatur, 22-24 Grad Raumtemperatur, maximal 10 Minuten Badezeit – diese drei Zahlen solltest du dir merken. Alles andere kommt mit der Erfahrung von ganz allein.

Tipp: Du bist gerade erst am Anfang eurer Bade-Reise? Dann schau dir auch unser Baby-Bade-Starter-Set an – dort haben wir alles zusammengestellt, was du für den perfekten Start brauchst.

Du hast noch Fragen oder möchtest einen umfassenden Überblick? Dann lies unsere komplette Anleitung zum Baby baden – dort findest du alles von A bis Z.

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