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Ab wann darf ich mein Baby baden? Das sagen Hebammen

Wann ist der richtige Zeitpunkt fürs erste Bad? Was ist mit der Nabelschnur? Hier erfährst du alles – mit Hebammen-Empfehlungen.

Baby liegt entspannt auf einem weichen rosa Handtuch

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Du hast dein Baby gerade frisch auf der Welt – und fragst dich: Wann darf ich es eigentlich das erste Mal baden? Keine Sorge, diese Frage stellen sich fast alle frischgebackenen Eltern. Und die gute Nachricht: Es gibt klare Empfehlungen von Hebammen und Kinderärzten, an denen du dich orientieren kannst.

In diesem ausführlichen Ratgeber erfährst du alles, was du über den richtigen Zeitpunkt fürs erste Bad wissen musst – inklusive dem, was Hebammen und Kinderärzte empfehlen, besondere Regeln für Frühchen und eine komplette Checkliste für die Erstausstattung.

Tipp: Wenn du unsicher bist, ist deine Hebamme immer die beste Ansprechpartnerin. Sie kennt dich und dein Baby und kann individuelle Empfehlungen geben. Dieser Ratgeber ersetzt keine medizinische Beratung, sondern gibt dir eine gute Orientierung.

Die wichtigste Regel: Warte auf den Nabel

Die wichtigste Faustregel lautet: Warte mit dem ersten richtigen Bad, bis der Nabelschnurrest abgefallen und der Nabel vollständig verheilt ist. Das dauert in der Regel zwischen 5 und 14 Tagen, manchmal auch etwas länger – und das ist völlig normal.

Warum ist das so wichtig?

Solange der Nabelschnurrest noch dran ist, sollte er möglichst trocken bleiben. Feuchtigkeit kann die Heilung verzögern oder im schlimmsten Fall zu einer Entzündung führen. Der Nabelschnurrest trocknet langsam ein und fällt dann von allein ab – ein natürlicher Prozess, den du nicht beschleunigen solltest.

Dein Kinderarzt oder deine Hebamme schauen sich den Nabel bei den Vorsorgeuntersuchungen genau an und sagen dir Bescheid, wann alles gut verheilt ist. Bis dahin gilt: Geduld haben und den Nabel trocken halten.

Wichtig: Wenn der Nabelbereich gerötet ist, unangenehm riecht, nässt oder eitert, kontaktiere sofort deine Hebamme oder deinen Kinderarzt. Das können Anzeichen einer Infektion sein, die behandelt werden muss.

Woran erkennst du, dass der Nabel verheilt ist?

Folgende Zeichen deuten darauf hin, dass der Nabel vollständig verheilt ist:

  • Der Nabelschnurrest ist von allein abgefallen (niemals abziehen oder abschneiden!)
  • Die Stelle darunter ist trocken und nässt nicht mehr
  • Keine Rötung oder Schwellung rund um den Nabel
  • Kein unangenehmer Geruch
  • Die Haut sieht sauber und intakt aus

Im Zweifelsfall lass deine Hebamme nochmal draufschauen – besser einmal zu viel fragen als einmal zu wenig.

Was Kinderärzte vs. Hebammen empfehlen

Interessant ist, dass die Empfehlungen von Kinderärzten und Hebammen leicht unterschiedlich ausfallen können. Hier ein Überblick:

Die Hebammen-Perspektive

Die meisten Hebammen empfehlen:

  • Erstes Bad frühestens nach Abfall und Heilung des Nabels (ca. 5-14 Tage)
  • In den ersten Wochen reicht 1x pro Woche baden völlig aus
  • Klares Wasser ohne Zusätze für die ersten 6-8 Wochen
  • Die Käseschmiere einziehen lassen, nicht abwaschen
  • Das erste Bad gemeinsam mit der Hebamme durchführen

Viele Hebammen bieten an, beim ersten Bad dabei zu sein und dir alles zu zeigen. Nutze dieses Angebot unbedingt – es nimmt dir die Unsicherheit und du lernst die richtigen Handgriffe.

Die Kinderarzt-Perspektive

Kinderärzte sehen es ähnlich, betonen aber zusätzlich:

  • Neugeborene brauchen kein häufiges Baden – die Haut ist sehr empfindlich
  • Der natürliche Säureschutzmantel der Haut sollte geschont werden
  • Bei Hautproblemen (z. B. Milchschorf, Neugeborenenakne) kann ein Bad helfen
  • Medizinisch gesehen ist seltener besser als häufiger in den ersten Wochen
  • Bei Unsicherheit immer den nächsten Vorsorgetermin abwarten

Tipp: Beide Perspektiven sind wertvoll. Im Zweifel gilt: Lieber etwas länger warten als zu früh starten. Dein Baby nimmt es dir nicht übel, wenn das erste Bad ein paar Tage später stattfindet.

Mehr zum Thema Badehäufigkeit findest du in unserem Ratgeber Wie oft sollte ich mein Baby baden?.

Was sagt die WHO dazu?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, Neugeborene in den ersten 24 Stunden nach der Geburt nicht zu baden. Diese Empfehlung hat mehrere Gründe:

  • Die Käseschmiere soll einziehen können und die Haut schützen
  • Das Neugeborene soll seine Körpertemperatur stabilisieren
  • Die erste Bindung zwischen Eltern und Baby soll nicht gestört werden
  • Das Stillen soll in den ersten Stunden Priorität haben

Auch danach rät die WHO zu einem behutsamen Umgang – das Baby muss nicht sofort ins Wasser. Diese Empfehlung gilt weltweit und beruht auf jahrzehntelanger medizinischer Erfahrung.

Die Käseschmiere: Natur pur für Babys Haut

Vielleicht hast du schon von der sogenannten Käseschmiere (lateinisch: Vernix caseosa) gehört. Das ist die weißliche, leicht wachsartige Schicht, die dein Baby bei der Geburt auf der Haut hat. Früher wurde sie in vielen Krankenhäusern direkt nach der Geburt abgewaschen – heute weiß man es besser.

Warum die Käseschmiere so wertvoll ist

Die Käseschmiere ist ein natürliches Wunderwerk und erfüllt gleich mehrere wichtige Funktionen:

  • Feuchtigkeitsspender: Sie versorgt die zarte Babyhaut mit intensiver Feuchtigkeit
  • Antibakterieller Schutz: Sie enthält antimikrobielle Peptide, die vor Infektionen schützen
  • Temperaturregulation: Sie hilft dem Neugeborenen, seine Körpertemperatur zu halten
  • Hautbarriere: Sie schützt die empfindliche Haut beim Übergang von der Gebärmutter in die Außenwelt
  • Wundheilung: Sie kann die Heilung kleiner Hautverletzungen unterstützen

Lass die Käseschmiere also ruhig einziehen, anstatt sie abzuwaschen. Das dauert in der Regel 24-48 Stunden. Dein Baby profitiert enorm davon – es ist quasi die erste natürliche Hautpflege, die es bekommt.

Tipp: Wenn du in der Klinik entbindest, kannst du dem Personal vorher mitteilen, dass die Käseschmiere nicht abgewaschen werden soll. Die meisten modernen Geburtskliniken respektieren diesen Wunsch selbstverständlich.

Die ersten Wochen: Zeitplan für Babys Hygiene

Damit du einen klaren Überblick hast, hier ein praktischer Zeitplan für die Hygiene deines Neugeborenen:

Woche 1: Die ersten Tage zuhause

  • Käseschmiere einziehen lassen
  • Nur mit warmem Wasser und weichem Tuch reinigen
  • Nabelbereich sauber und trocken halten
  • Windelbereich bei jedem Wickeln gründlich säubern
  • Kein Bad – Katzenwäsche reicht

Woche 2: Nabel beobachten

  • Nabelschnurrest fällt meist in dieser Woche ab
  • Weiterhin sanfte Reinigung mit Waschlappen
  • Hautfalten (Hals, Achseln, hinter den Ohren) täglich kontrollieren und reinigen
  • Wenn der Nabel vollständig verheilt ist: erstes Bad möglich

Woche 3-4: Das erste Bad

  • Nabel vollständig verheilt? Dann kann es losgehen!
  • Erstes Bad kurz halten (3-5 Minuten)
  • Nur klares Wasser, keine Zusätze
  • Wassertemperatur exakt 36-37 °C mit Thermometer prüfen
  • Am besten gemeinsam mit der Hebamme durchführen

Ab Woche 5-6: Routine aufbauen

  • 1-2 Bäder pro Woche genügen
  • Langsam Baderoutine und Rituale entwickeln
  • Ab ca. 6-8 Wochen erste milde Badezusätze möglich
  • Badezeit kann langsam auf 5-10 Minuten erhöht werden

Tipp: Dieser Zeitplan ist eine grobe Orientierung. Jedes Baby ist anders, und manche Nabel brauchen etwas länger zum Heilen. Lass dich nicht stressen, wenn es bei euch ein paar Tage länger dauert. Mehr über den richtigen Zeitpunkt erfährst du in unserem Ratgeber Ab wann Baby baden?.

Was tun bis zum ersten Bad?

Bis der Nabel verheilt ist, kannst du dein Baby wunderbar mit einem warmen, feuchten Waschlappen sauber halten. Das nennt man auch liebevoll „Katzenwäsche” – und das reicht in den ersten Tagen völlig aus.

So geht die sanfte Reinigung Schritt für Schritt:

  • Gesicht: Mit lauwarmem Wasser und einem weichen Tuch vorsichtig abwischen. Immer von innen nach außen, besonders um die Augen
  • Hals und Hautfalten: Hier sammeln sich gern Milchreste und Schweiß – sanft reinigen und gründlich trocknen (Feuchtigkeit in den Falten kann zu Rötungen führen)
  • Hinter den Ohren: Ein oft vergessener Bereich, in dem sich Milch und Hautschuppen sammeln
  • Windelbereich: Bei jedem Wickeln gründlich säubern – von vorn nach hinten, besonders bei Mädchen
  • Hände und Füße: Kurz abwischen, besonders zwischen den kleinen Fingerchen und Zehen
  • Kopf: Sanft mit einem feuchten Tuch über die Kopfhaut streichen

Wichtig: Verwende für verschiedene Körperbereiche verschiedene Tücher oder Waschlappen – insbesondere sollte der Waschlappen für den Windelbereich nicht für das Gesicht verwendet werden.

Mehr braucht dein Neugeborenes wirklich nicht. Babys werden in den ersten Lebenstagen kaum schmutzig – versprochen!

Der Nabel ist verheilt – und jetzt? Das erste Bad

Wenn der Nabelschnurrest abgefallen ist und die Stelle trocken und sauber aussieht, darfst du dein Baby zum ersten Mal richtig baden. Das ist ein besonderer Moment – und mit der richtigen Vorbereitung wird es ein schönes Erlebnis für euch beide.

So bereitest du das erste Bad vor:

  1. Raum vorbereiten: Badezimmer auf mindestens 22-24 °C aufheizen (ein Heizstrahler ist hier Gold wert)
  2. Alles bereitlegen: Handtuch, Windel, frische Kleidung, Waschlappen – alles in Griffweite
  3. Wanne füllen: Etwa 10-15 cm warmes Wasser in die Babywanne geben
  4. Temperatur prüfen: Mit dem Badethermometer exakt 36-37 °C sicherstellen
  5. Baby ausziehen: Auf dem vorgewärmten Wickelplatz, nah an der Wanne
  6. Sanft ins Wasser: Füßchen zuerst, langsam den Körper eintauchen lassen

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Das erste Bad darf ruhig kurz sein – 3 bis 5 Minuten genügen völlig. Es geht weniger ums Saubermachen und mehr darum, dass dein Baby das Wasser sanft kennenlernt. Rede dabei in beruhigendem Ton mit deinem Baby und halte es immer sicher fest.

Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für das erste Bad findest du in unserem Ratgeber Baby erstes Bad – Schritt für Schritt.

Tipp: Bitte deine Hebamme, beim ersten Bad dabei zu sein. Sie kann dir die richtigen Handgriffe zeigen und deine Fragen direkt beantworten. Die meisten Hebammen bieten das im Rahmen der Wochenbettbetreuung an.

Die perfekte Erstausstattung fürs erste Bad

Damit das erste Bad (und alle weiteren) reibungslos klappt, brauchst du die richtige Ausstattung. Hier ist eine Checkliste mit allem, was du wirklich brauchst:

Must-haves (unbedingt nötig):

  • Babywanne oder Badeeimer – Die richtige Größe gibt deinem Baby Halt und Sicherheit. Zu den Babywannen
  • Badethermometer – Für die exakte Temperaturkontrolle. Dein Ellbogen reicht nicht! Zu den Badethermometern
  • Weiches Kapuzenhandtuch – Zum schnellen Einwickeln nach dem Bad
  • Waschlappen (2-3 Stück) – Für die sanfte Reinigung

Sehr empfehlenswert:

  • Heizstrahler – Für ein warmes Badezimmer und Wickelplatz ohne Zugluft. Zu den Heizstrahlern
  • Wickelauflage nahe der Wanne – Zum Aus- und Anziehen
  • Windeleimer in Reichweite – Für die frische Windel nach dem Bad

Nice-to-have (ab den ersten Wochen):

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Eine ausführliche Checkliste mit allem, was du brauchst, findest du auch in unserem Ratgeber Badezubehör-Erstausstattung.

Frühchen: Besondere Regeln fürs Baden

Wenn dein Baby als Frühchen (vor der 37. Schwangerschaftswoche) geboren wurde, gelten beim Baden besondere Regeln. Frühchen haben einige Besonderheiten, die du berücksichtigen solltest:

Warum Frühchen besonders empfindlich sind

  • Dünnere Haut: Die Haut von Frühchen ist deutlich dünner und empfindlicher als bei reif geborenen Babys
  • Weniger Unterhautfettgewebe: Frühchen kühlen schneller aus
  • Unreiferer Säureschutzmantel: Der natürliche Hautschutz braucht länger, um sich aufzubauen
  • Empfindlichere Temperaturregulation: Der Körper kann die Temperatur noch nicht so gut halten

Empfehlungen fürs Baden von Frühchen

  • Warte länger mit dem ersten Bad – besprich den Zeitpunkt unbedingt mit dem Kinderarzt
  • Kürzere Bäder (maximal 3-5 Minuten, auch wenn das Baby älter wird)
  • Wärmeres Badezimmer – mindestens 24-26 °C Raumtemperatur
  • Kein Badezusatz in den ersten 3 Monaten (korrigiertes Alter)
  • Besonders sanfte Produkte verwenden, wenn Pflegeprodukte nötig sind
  • Direkt nach dem Bad einpacken – Frühchen kühlen schnell aus

Wichtig: Bei Frühchen gilt noch stärker als bei reif geborenen Babys: Besprich den Zeitpunkt des ersten Bades und die Häufigkeit unbedingt mit deinem Kinderarzt oder der Nachsorgehebamme. Die Empfehlungen können je nach Reifegrad und Gesundheitszustand deines Babys variieren.

Besonderheiten bei langen Krankenhausaufenthalten

Wenn dein Frühchen längere Zeit auf der Neonatologie verbracht hat, wirst du dort wahrscheinlich bereits angeleitet, wie du dein Baby richtig badest. Das Pflegeteam zeigt dir die richtigen Techniken, die speziell auf die Bedürfnisse deines Frühchens abgestimmt sind. Nutze diese Anleitungen auch zuhause weiter.

Dein Baby ist schon älter und war noch nicht gebadet?

Dann mach dir bitte keinen Stress. Manche Babys werden erst mit 2, 3 oder sogar 4 Wochen das erste Mal gebadet – und das ist absolut in Ordnung. Es gibt keinen Grund zur Eile. Solange du dein Baby regelmäßig mit einem warmen Waschlappen reinigst, ist es bestens versorgt.

Hör auf dein Bauchgefühl und auf deine Hebamme. Ihr wisst gemeinsam am besten, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Dein Baby wird es dir nicht übelnehmen, wenn das erste Bad etwas später stattfindet.

Tipp: Wenn das erste Bad ansteht und du unsicher bist, wie es genau geht, schau in unseren ausführlichen Ratgeber Baby richtig baden – Schritt-für-Schritt-Anleitung. Dort führen wir dich durch jeden einzelnen Schritt.

Häufige Fehler beim ersten Bad vermeiden

Damit das erste Bad ein positives Erlebnis wird, hier die häufigsten Fehler, die du vermeiden solltest:

  1. Zu früh baden – Warte, bis der Nabel vollständig verheilt ist
  2. Falsche Wassertemperatur – Immer mit Thermometer messen, nicht „nach Gefühl”
  3. Zu langes Bad – 3-5 Minuten reichen anfangs völlig
  4. Zu viel Wasser – 10-15 cm genügen, dein Baby muss nicht „schwimmen”
  5. Kaltes Badezimmer – Heize den Raum vorher auf mindestens 22 °C
  6. Seife oder Shampoo – Für Neugeborene reicht klares Wasser
  7. Baby allein lassen – Nie, auch nicht für eine Sekunde!
  8. Hektik und Stress – Nimm dir Zeit und bleib ruhig

Tipp: Beim Thema Badezusätze herrscht oft Unsicherheit. In unserem Ratgeber Baby Badezusatz – ab wann? erfährst du genau, ab wann welche Produkte für dein Baby geeignet sind.

Sicherheit geht vor: Die wichtigsten Regeln

Beim Baden deines Babys steht Sicherheit immer an erster Stelle. Hier die wichtigsten Regeln, die du verinnerlichen solltest:

  • Lass dein Baby niemals unbeaufsichtigt im oder am Wasser – auch nicht für eine Sekunde, auch nicht, wenn das Telefon klingelt
  • Bereite alles vor, bevor du dein Baby ausziehst: Wanne, Handtuch, Windel, Kleidung
  • Teste die Wassertemperatur immer mit einem Thermometer – 36-37 °C sind optimal
  • Halte dein Baby sicher fest – eine Hand unter dem Kopf und Nacken, die andere unter dem Po
  • Rutschfester Untergrund in und neben der Wanne
  • Nie heißes Wasser nachlaufen lassen, während dein Baby in der Wanne sitzt

Wichtig: Laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) können Babys und Kleinkinder bereits in wenigen Zentimetern Wasser ertrinken – und das völlig lautlos. Aufsicht ist beim Baden die absolute Pflicht, ohne jede Ausnahme.

Die richtige Pflege nach dem Bad

Was nach dem Bad passiert, ist fast genauso wichtig wie das Bad selbst:

  1. Schnell einwickeln – In ein vorgewärmtes, weiches Kapuzenhandtuch
  2. Vorsichtig abtrocknen – Tupfen statt rubbeln, besonders in den Hautfalten
  3. Nabel kontrollieren – In den ersten Wochen nach Heilung nochmal genau hinschauen
  4. Eincremen – Bei trockener Haut mit einer milden Babypflegecreme
  5. Frische Windel und Kleidung – Schnell anziehen, damit dein Baby nicht auskühlt
  6. Kuscheln – Das schönste Ritual nach dem Bad!

Ausführliche Tipps zur Pflege nach dem Baden findest du in unserem Ratgeber Baby Pflege nach dem Baden.

🛁 Passende Produkte: Sanfte Pflegeprodukte für nach dem Bad findest du in unserem Pflegeprodukte-Vergleich.

Zusammenfassung: Dein Fahrplan fürs erste Bad

Hier die wichtigsten Punkte auf einen Blick:

ZeitpunktWas du tun kannst
GeburtKäseschmiere einziehen lassen, nicht abwaschen
Tag 1-10Katzenwäsche mit warmem Waschlappen, Nabel trocken halten
Nach NabelheilungErstes kurzes Bad (3-5 Min.) in 36-37 °C warmem Wasser
Woche 3-61-2 Bäder pro Woche, langsam Routine aufbauen
Ab Woche 6-8Erste milde Badezusätze möglich, Badezeit verlängern

Denk immer daran: Es gibt keinen Wettbewerb, wer sein Baby als Erstes badet. Jedes Baby hat seinen eigenen Rhythmus, und du als Mama oder Papa weißt zusammen mit deiner Hebamme am besten, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Falls dein Baby das Baden dann nicht gleich liebt, haben wir auch dafür Tipps: Schau in unseren Ratgeber Baby mag kein Wasser – 10 Tipps für Wassermuffel.


Häufig gestellte Fragen

Kann ich mein Baby baden, wenn der Nabel noch nicht abgefallen ist?

Nein, warte besser ab. Solange der Nabelschnurrest noch dran ist, sollte die Stelle trocken bleiben, um Infektionen zu vermeiden und die natürliche Heilung nicht zu stören. Bis dahin reicht ein warmer, feuchter Waschlappen für die tägliche Reinigung völlig aus.

Wie erkenne ich, dass der Nabel verheilt ist?

Der Nabelschnurrest fällt von allein ab – das dauert meist 5-14 Tage. Wenn die Stelle darunter trocken ist, nicht mehr nässt, nicht gerötet ist und nicht unangenehm riecht, ist der Nabel in der Regel verheilt. Deine Hebamme kann das bei einem Hausbesuch nochmal bestätigen und dir grünes Licht fürs erste Bad geben.

Ist es schlimm, wenn ich mein Baby erst nach 3-4 Wochen bade?

Überhaupt nicht! Solange du dein Baby regelmäßig mit einem Waschlappen sauber hältst, ist ein späteres erstes Bad kein Problem. Manche Familien warten bewusst etwas länger, und das ist völlig in Ordnung. Jede Familie hat ihren eigenen Rhythmus – lass dich nicht von Social Media oder gut gemeinten Ratschlägen unter Druck setzen.

Was passiert, wenn der Nabel beim Baden versehentlich nass wird?

Sollte der Nabel versehentlich nass werden, tupfe ihn vorsichtig mit einem sauberen, trockenen Tuch ab. Verwende kein Desinfektionsmittel oder Puder – einfach nur trockentupfen und an der Luft nachtrocknen lassen. Beobachte die Stelle in den nächsten Tagen aufmerksam. Wenn sie sich rötet, anschwillt oder unangenehm riecht, sprich bitte zeitnah mit deinem Kinderarzt.

Brauche ich für das erste Bad einen Badezusatz?

Für das allererste Bad und in den ersten 6-8 Wochen brauchst du keinen Badezusatz – klares, warmes Wasser genügt vollkommen. Die empfindliche Neugeborenen-Haut hat einen natürlichen Schutzfilm, den du mit Seifen oder Zusätzen unnötig strapazieren würdest. Mehr dazu erfährst du in unserem ausführlichen Artikel über Badezusätze fürs Baby.

Wie warm muss das Badezimmer sein?

Das Badezimmer sollte auf mindestens 22-24 °C (bei Frühchen 24-26 °C) vorgeheizt sein, bevor du dein Baby ausziehst. Babys kühlen schnell aus, besonders wenn sie nass sind. Ein Heizstrahler über dem Wickelplatz ist eine ideale Lösung – er wärmt dein Baby beim Aus- und Anziehen und verhindert Zugluft.

Gelten für Frühchen andere Regeln?

Ja, bei Frühchen solltest du besonders vorsichtig sein. Die Haut ist dünner und empfindlicher, Frühchen kühlen schneller aus und der natürliche Hautschutz ist noch nicht so weit entwickelt. Besprich den Zeitpunkt des ersten Bades unbedingt mit deinem Kinderarzt oder der Nachsorgehebamme. In der Regel wird empfohlen, etwas länger zu warten und die Bäder besonders kurz und warm zu halten.

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Von der babybaden.de Redaktion

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